„Unverzichtbares Angebot für Herrnsheim“

Ortsverein

 

„Unverzichtbares Angebot für Herrnsheim“

Ortsverein

Reiner Hamm, Dirk Beyer, Harry Keller, Dezernent Waldemar Herder, Stefan Blösinger, Ralf Becker und Frank Burkhardt.

SPD Herrnheim informiert sich vor Ort über den Jugendtreff unterhalb des Klinikums

Bereits seit 15 Jahren haben Kinder und Jugendliche aus Herrnsheim im Jugendtreff in der Nähe des Klinikums eine Anlaufstelle, um Zeit zu verbringen. Bei einem Besuch vor Ort überzeugte sich die SPD-Herrnsheim mit ihrem Vorsitzenden und Ortsvorsteherkandidaten Dirk Beyer direkt davon, dass das Angebot nach wie vor sehr gut angenommen wird. „Der Jugendtreff ist inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil der Jugendpflege in Worms“, erklärte der zuständige Sozialdezernent Waldemar Herder den Genossen und lobte die Arbeit der beiden Sozialarbeiter Frank Burkhardt und Stefan Blösinger. Wertvolle Unterstützung bei ihrer Tätigkeit leistet auch eine FSJlerin. In Spitzenzeiten besuchen bis zu 60 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 24 Jahren den Treff, wobei Kinder unter 12 Jahren nur bis 20 Uhr bleiben dürfen. Vor allem gemeinsame Aktivitäten wie der Spiel- und Basteltreff, die monatlich stattfindenden Diskos oder das gemeinsame Kochen mit den Mitarbeitern vor Ort finden großen Zuspruch. Besonders freut es die Herrnsheimer Genossen, dass sich die Situation für die Anwohner des Jugendtreffs deutlich entspannt hat. Eine Beobachtung, die auch Sozialarbeiter Frank Burkhardt bestätigen kann: „Noch vor einigen Jahren hatten wir deutlich mehr sogenannte Extremjugendliche mit Alkohol- und Drogenproblemen, was heute im Jugendtreff Herrnsheim kaum noch vorkommt“.

Fit für den Alltag machen

Dezernent Herder kennt die unterschiedlichen Schwerpunkte der Jugendarbeit noch aus eigener Zeit als Sozialarbeiter sehr gut und weiß, wie sich die Herausforderungen in der Jugendarbeit verändert haben. „Heute konzentrieren wir uns zunehmend auch auf die Alltagstauglichkeit der Jugendlichen. Denn wer sich keine Fahrkarte für einen Zug kaufen kann, wird niemals rechtzeitig zu einem Vorstellungsgespräch kommen. Und an diesen kleinen Dingen scheitert es häufig tatsächlich“, bestätigte Frank Burkhardt. Sein Kollege Stefan Blösinger ergänzt: „Wir versuchen die Stärken der Jugendlichen zu fördern, sie an die Hand zu nehmen und ihnen entsprechende Wege für die Zukunft aufzuzeigen“. Dazu gehören gezielte Bewerbertrainings oder die Vermittlung von Praktika. Dass sich diese Arbeit lohnt, lässt sich leicht an einer internen Statistik des Jugendtreffs ablesen: „Nur“ etwa zwei bis drei Prozent der Jugendlichen, die den Jugendtreff regelmäßig besucht haben, beziehen heute Arbeitslosengeld II, wie Burkhardt stolz berichtete.

Räume für Kinder und Jugendliche schaffen

 „Es gibt immer weniger Räume und Plätze, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten können, weshalb gerade für Herrnsheim der Jugendtreff ein unverzichtbares Angebot ist, das unbedingt erhalten bleiben muss“, so Dirk Beyer. Deshalb freut sich der Ortsvorsteher-Kandidat besonders über die Ankündigung Herders, keine Stellen im Jugendtreff abbauen zu wollen: „Das wäre ein Signal in die falsche Richtung. Stattdessen wollen wir noch in diesem Jahr ein Konzept erstellen, wie die Jugendpflege in Worms perspektivisch aufgestellt werden kann“, kündigte Herder an. So sollen nicht nur weitere Stadtteile mit wachsendem Bedarf an Jugendpflege aufgenommen werden, sondern schwerpunktmäßig auch Räume und Plätze für Jugendliche geschaffen werden, wo diese sich aufhalten können.